Nächtliches Schwitzen

Wenn Nachtschweiß den Schlaf raubt

Ursachen und Maßnahmen bei nächtlichem Schwitzen

Der Schlafanzug ist durchnässt, die Haare kleben im Nacken, die Matratze ist feucht. Nächtliches Schwitzen kennen wir alle. Häufig ist es Folge ungünstiger Schlafbedingungen oder einer ungesunden Lebensweise. Wenn der Nachtschweiß jedoch zur Routine wird, dann kann auch eine ernsthafte Erkrankung dahinter stecken. Oft reicht es bereits aus, seine Lebensgewohnheiten anzupassen.

Dass wir tagsüber schwitzen ist keine wirkliche Besonderheit und kommt in den verschiedensten Situationen vor. Wenn es zu warm ist, wir uns körperlich anstrengen und in Stresssituationen zum Beispiel. Mit dem Schweiß versucht unser Körper sich runter zu kühlen und Überhitzung zu vermeiden. Eine gute Funktion also, wenngleich schwitzen nicht immer angenehm ist.

Wenn wir zu Bett gehen, sind wir jedoch meist relativ entspannt. In der Nacht sollen wir zur Ruhe kommen und neue Energie für den kommenden Tag tanken. Doch nächtliches Schwitzen führt meist zum genauen Gegenteil. Wir wachen schweißgebadet auf, müssen uns umziehen, vielleicht sogar duschen. Wer nachts schwitzt, schläft nicht nur selten durch, sondern auch schwer ein.

Was ist nächtliches Schwitzen? Wie viel Schwitzen ist normal?

Nächtliches Schwitzen im medizinischen Sinne meint das über eine längere Zeit regelmäßige Schwitzen im Schlaf, das von den betroffenen in der Regel als leidvoll angesehen wird. Bis zu einem halben Liter Flüssigkeitsverlust gelten als normal, wobei die genaue Menge zum Beispiel vom Körpergewicht abhängt. Wer jedoch regelmäßig schweißgebadet aufwacht, sollte sich ärztlichen Rat holen. Als Faustformel gilt: Hält das nächtliche Schwitzen länger als drei Wochen an, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Liegen weitere Zusatzsymptome vor auch schon früher.

Ursachen für nächtliches Schwitzen

Die Ursachen für Nachtschweiß können vielfältig sein. Oft sind es einfach nur die Bedingungen im Schlafzimmer. Gerade an Hitzetagen heizen sich die Räume stark auf und können ohne Klimaanlage nur schwer runtergekühlt werden. Die hohe Temperatur lässt die Schweißdrüsen aktiv werden. Hier hilft es nur, sich so luftig wie möglich anzuziehen und mit einer dünnen oder gar keiner Decke zu schlafen.

Eine zu dicke Zudecke ist übrigens auch im Winter ein häufiger Grund für nächtliches Schwitzen. Wir mögen es im Bett kuschelig und warm. Anfangs mag die dicke Decke angenehm wirken, doch durch die Wärme, die unser Körper kontinuierlich abgibt, heizt es sich im Laufe der Nacht unter der Decke immer mehr auf. Hinzu kommt, dass dicke Decken schwer sind und unseren Bewegungsspielraum eingrenzen.

Auch schlechte Luft im Schlafzimmer kann zu nächtlichem Schwitzen führen. Experten raten deshalb dazu, den Raum vor dem Schlafengehen kurz zu lüften, damit ein Luftaustausch stattfindet. Wenn draußen nicht gerade Minustemperaturen herrschen, wäre es noch besser bei geöffnetem Fenster zu schlafen – vorausgesetzt die Lärmbelästigung von außen ist nicht so stark, dass sie die Schlafqualität mindert.

Ideale Raumtemperatur zum Schlafen

Die Raumtemperatur hat erheblichen Einfluss auf die Schlafqualität und natürlich auch darauf, ob wir in der Nacht schwitzen oder nicht. Experten raten zu einer Raumtemperatur von 15 bis 18 Grad Celsius im Schlafzimmer, wobei die Idealtemperatur immer vom persönlichen Kälteempfinden abhängt. Wer diese Temperaturen schon als unangenehm kalt empfindet, der wird nicht gut schlafen können und darf sie erhöhen. Gerade wenn die Heizung läuft, fällt es vielen Menschen schwer, eine angenehme, konstante Temperatur für die gesamte Nacht zu wählen. Das sollte geübt werden, damit es durch die Heizungswärme nicht zu nächtlichen Schweißausbrüchen kommt. Ein Thermometer im Schlafzimmer hilft dabei.

Ungesunde Lebensweise begünstigt Nachtschweiß